Förderprojekt: Gusseiserne
Gartenbänke Teil
1 / Teil 2
Vorgeschichte:
Franz Jakob Kreuter, der Architekt des Casinos, war
verantwortlich für die Gesamtgestaltung der Insel. Er berichtet
in einem Schreiben an König Maximilian II. vom 20. Juni 1853 über
insgesamt 12 Musterbänke, die auf der Insel aufgestellt worden
seien, darunter "2 Bänke von Bronzirtem Gußeisen, 2 Bänke
von Eisen mit Schlangenfüßen sowie 8 Bänke von
Birkenholz-Anstrich". Zweifellos beziehen sich diese
Angaben auf die erhaltenen Bänke.
Die Anzahl der Bänke und ihre Aufstellung im Park änderte sich
in den kommenden Jahren. So sind im 1875 aufgenommenen Inventar
des Casinos nur noch acht Gartenbänke aufgeführt. Diese
geringe Anzahl von Bänken lässt sich wahrscheinlich durch die
private Nutzung der Insel durch König Ludwig II. erklären.
Insgesamt stehen heute wieder 15 Bänke auf der Roseninsel. Mit
der höheren Zahl wird der öffentlichen Nutzung des Parks
Rechnung getragen. Diese Aufstellung der drei verschiedenen
Banktypen erfolgte nach den Maßgaben historischer
Gartentraktate: Die eleganten Schlangenbänke wurden am Casino
und an den aufwendig gestalteten geometrischen Beeten platziert,
die rustikaleren Knüppelholzbänke im natürlich belassenen
Uferbereich.