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Auch in der Innendekoration suchte Kreuter die Verbindung von Neuzeit und Antike, von Bayern und Italien. Die Wände in den beiden Salons sind holzvertäfelt. Kreuters Idee war es, pompejanische Architektur nicht nur an die Wände zu malen, sondern zu "bauen".
Die überlängten, zartgliedrigen Säulen, auf denen spitzgiebige Baldachine aufliegen, wurden nicht flach auf die Wand gemalt, sondern treten plastisch zwischen die Fresken. Johann von Schraudolph führte die pompejanischen Freskomalereien aus.
Leider war König Maximilian II. ein sehr wankelmütiger Bauherr, der noch während der Ausführung häufiger Planabänderungen verlangte und trotzdem auf Einhaltung der Kostenvoranschläge bestand. Der daraus resultierende Streit um die Abrechnung der Baukosten führte zum Bruch zwischen Bauherr und Architekt und machte Kreuter zu Lebzeiten zu einer Persona non grata in Bayern. Sein Casino auf der Roseninsel hingegen avancierte zum Prototyp einer Landhausvilla am Starnberger See, die zahlreiche Nachfolgebauten fand.
Nach intensiven Planungen wurde 1998 mit den Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an dem Casino begonnen. Handwerker und Restauratoren sorgten für die Sicherung der Fundamente und erneuerten Holzbalkone sowie die östliche Terrassenanlage. 2003 -
zum 150-jährigen Geburtstag der Roseninsel - waren die Arbeiten abgeschlossen. Seit dem ist das Casino
vom Frühling bis zum Herbst in Form eines Museums der Öffentlichkeit zugänglich
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