"Nichts gedeiht ohne Pflege und die vortrefflichsten Dinge
verlieren durch unsachgemäße Behandlung ihren Wert."
Dieses Zitat von Peter Joseph Lenné könnte für die Roseninsel
nicht zutreffender sein. Im Verlauf von knapp 150 Jahren hatte
sich die farbenfrohe und prächtige Gartenanlage im Park der
Roseninsel sehr gewandelt und ließ sich 1998, als die
Wiederherstellungsarbeiten begannen, nur noch in Grundzügen
erahnen.
Um die
Lennésche Gartenanlage wieder völlig herzustellen wurden die
unterschiedlichsten Quellen ausgewertet: Gartengeschichtliche
Unterlagen wie Pläne, historische
Fotografien, Briefwechsel, Berichte und Erinnerungen von
Zeitzeugen. Im Sommer 1998 begann die Suche nach dem
Rosenparterre. Anhand
der dürren Gräser, die in der dünnen Humusauflage über dem
Kies schnell vertrockneten, ließ sich der
Wegeverlauf im Rosengarten gut ablesen.
Auf
Anordnung des Parkleiters Bernd Rogge wurde die Grasnarbe abgeschoben. Zunächst war
das Ergebnis enttäuschend, von den einstigen Wegen war nichts
zu erkennen. Erst nach einem kräftigen Regenguss wurden die
helleren Kiestragschichten der Wege sichtbar.
Im darauffolgenden Jahr wurde die systematische Suche nach den
historischen Wegen im Rosengarten fortgesetzt. Dazu wurden
sogenannte Suchgräben quer zu den vermuteten Wegen angelegt, um
genauere Angaben über die exakte Wege- bzw. die Beetbreite zu
erhalten. Durch Umrechnung der Maße in Preussische Fuß gelang
es hinter den
Rhythmus der Abfolge zu kommen.