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Förderprojekt: Der Rosengarten
Teil 1 / Teil 2
Das Herzstück der Lennéschen Gartenanlage auf der Roseninsel war ein Rosengarten, der Hunderte von hochstämmigen Duftrosen beherbergte.

Je größer die Nähe zum Gebäude, desto aufwendiger, dekorativer und mediterraner war die Bepflanzung. Je größer die Entfernung, desto schlichter wurde sie, statt Rosenzüchtungen und veredelter Hochstämmchen wurden Wildrosenformen gesetzt.

Das Zentrum des Rosengartens bildet die Glassäule in einer ovalen Pflanzfläche. Davon ausgehend baut sich stufenweise eine Art Blütenarena auf. Die Rosen-Hochstämmchen wurden in den äußeren Beeten schrittweise höher und fanden ihren Abschluss in den formgleichen Kugelrobinien. Im historischen Garten waren ihre Stämme mit Sommerblumen wie Kapuzinerkresse, Wicken oder Winden berankt, um sie malerisch zu verkleiden. Zwischen den raumbildenden Hochstämmchen wurden damals Busch-Rosen und Sommerflor gepflanzt. Die Farbpalette der Rosenblüten zeigte das Spektrum Weiß, Rosa, Rot, außerdem war neben der Blütenfarbe der Duft ein ganz wichtiges Auswahlkriterium.

Eine beidseitige Fliederhecke bildete den einheitlichen dunkelgrünen Rahmen und verlängerte durch die frühe Blüte im Mai die Blütenpracht im Rosenparterre. So wurde der Rosengarten zu einem sehr intimen Gartenbereich, der ganz eng mit dem Casino verbunden war.