Seit Mai 2003 (pünktlich zum 150sten Jubiläum) gedeihen wieder rund 380 Hochstamm- und Strauchrosen in etwa
100 verschiedenen Sorten auf der Roseninsel: Genau wie zu Lennés Zeiten
blühen sie weiß und in allen Pastelltönen von rosa bis violett.
Die größte Schwierigkeit lag darin, dass kein Bepflanzungsplan mehr existiert. So wurden Sorten gewählt, die auch in Charlottenhof bei Potsdam gedeihen. Außerdem wurden der königliche Schriftverkehr und die historischen Aufnahmen des Rosengartens
studiert, um die abgebildeten Rosen zu identifizieren.
Wichtig war, dass die Rosensorten die feuchte Witterung auf der Insel
vertragen und vor 1900 entstanden. Als besonders robust und winterhart gelten dabei Rosa gallica, Rosa alba und Rosa alba maxima.
Unter den hochstämmigen Sorten finden sich leuchtend rosa blühende Portlandrosen wie 'Mme. Boll' (1850) und 'Mme. Knorr' (1855), Gallica-Rosen wie die purpurviolette 'Cardinal de Richelieu' (1840) und Rosa-bifera-Hybriden wie die samtig dunkelviolette 'Reine de Violett' (1860) und die kirschrote Ulrich Brunner (1881).
Auf der Süd- und Nordseite ist der Rosengarten von einer 3 bis 4 Meter hohen Fliederhecke
umgeben. Vor die Fliederhecke stehen im Wechsel Kugelrobinien, Umbraculifera und 140 cm hohe Hochstammrosen. Davor kaschieren Strauchrosen wie Rosa Alba maxima (1450), 'Mme Knorr' (1750) und 'Versicolor' (1583) kahle Stämme.